Meine auch Stunden nach dem gestrigen Event schmerzenden Füsse veranlassen mich, augenzwinkernd über ein für mich untypisches Thema zu bloggen: Schuhe.

Ich bin ja eher so der Typ für flache Schuhe. Ich liebe Turnschuhe, Boots und Stiefeletten. Hauptsache wenig oder noch lieber gar kein Absatz. Es ist nicht mal so, dass ich in hohen Schuhen nicht gut laufen kann (allerdings je höher, je schlechter) – ich mags ganz einfach nicht. Meine Füsse schreien schon nach kurzer Zeit in Absatzschuhen.

In meinem Beruf in der Medien-/Eventbranche bin ich aber nun mal an einigen Events unterwegs, bei denen meine Lieblingsschuhe so gar nicht passen. Es sei aber noch erwähnt, dass es durchaus auch flache-Schuhe-Events gibt. Grosses Hurra!

Gestern war es aber wieder einmal soweit – ein Füsse-Aua-Event stand an. Schlüsseln wir das Ganze doch einmal total nüchtern auf…

Grundausrüstung
– Anzug
– Bluse
– Abendkleid
– Thermoshirt
– Outdoor-Firmenjacke
– Flache Stiefeletten
– Absatz-Stiefeletten
– Absatzschuhe


Vorbereitungs- und Begleitmassnahmen

– Fusspflege
– Kauf von Einlagesohlen mit Gelpolster sowie Thermosohlen
– Blasenpflaster an den Füssen
– Natürlich nur bereits mehrfach getragene Schuhe in Einsatz bringen
– Grosses Vertrauen in die Vorbereitungsmassnahmen und meinen Durchhaltewillen


Ablauf

– Anreise und Vorbereitung vor Ort im Anzug und Thermoshirt, mit flachen Stiefeletten = 3.0 Stunden
– Outdoor-Arbeitsteil im Anzug, Thermoshirt, Bluse und Outdoor-Jacke, mit Absatz-Stiefeletten  = 3.5 Stunden
– Pause im Anzug und Bluse, mit flachen Stiefeletten = 1.5 Stunden
– Networkingteil im Abendkleid, mit Absatzschuhen = 3.5 Stunden
– Pause im Abendkleid – ohne Schuhe = 0.5 Stunden
– Ausklang und Rückreise im Anzug und Bluse, mit flachen Stiefeletten = 3 Stunden

shcuhe

fu?sse

Zeitliche Aufschlüsselung
– Eventzeit mit hohen Schuhen: 7 Stunden
– Eventzeit ohne hohe Schuhe: 8 Stunden

Schmerz-Aufschlüsselung
– Erste Stunde: Kein Aua-Faktor
– Zweite und dritte Stunde: Stetig ansteigender Aua-Faktor
– Ab der vierten Stunde: Permanente Aua-Präsenz, nur kurzzeitig gelindert durch kleine Erholungspausen (keine Linderung durch zwischenzeitliche Wechsel auf flache Schuhe).

Trotz allen Vorbereitungsmassnahmen und viel gutem Willen – meine Füsse sind nicht für Absatzschuhe geschaffen. Sie wollen das nicht. Zugegeben, die hohen Schuhe sehen ja ganz schön aus – aber ich werde den Einsatz weiterhin auf die unvermeidlichen Momente beschränken. Und die restliche Zeit trage ich herrlich bequeme und nicht minder schöne Turnschuhe, Boots und Stiefeletten. Eine wahnsinnig beruhigende Erkenntnis ist: Weder meine Persönlichkeit noch meine Leistungen werden dadurch geschmälert.

Und nun werde ich nie mehr über Schuhe bloggen. Versprochen.